Sascha Morgenstern Aufschieberitis

(Teil 2) Sascha Morgenstern – Aufschieberitis

Sascha Morgenstern -Aufschieberitis
Sascha B. Morgenstern

Experte für Körpersprache und Menschenkenntnis.

Hier gehts zum Podcast-Interview über Aufschieberitis (Folge #32):

Aufschieberitis – Schiebst Du noch oder TUST Du schon?

 

„Vom Kennen zum Können: Das TUN (Umsetzen) zwingt dazu etwas nicht nur zu kennen, sondern auch zu können.“ – Sascha Morgenstern.

Aufgaben aufzuschieben kennen wir alle. Werden auch wichtige Aufgaben häufig vertagt und beeinträchtigt dies die Lebensqualität, spricht man salopp von Aufschieberitis, im Fachjargon Prokrastination. Für einen kurzfristigen Vorteil wird etwas aufgeschoben. Verschiebt man bspw. im Büro die Aufgabe von Freitag auf Montag, nehmen wir die Arbeit gedanklich mit nach Hause. 
In dieser starken Ausprägung ist Aufschieberitis eine Grundlage für Burnout und Depression. Neben Aspekten wie Zeitmanagement und Selbstorganisation, spielt die Prokrastination damit auch eine Rolle für Unternehmen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM).
 
Getreu dem alten Sprichwort ‚Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.‘ empfiehlt Sascha Morgenstern folgende Maßnahmen, um wieder das Heft des Handeln in der Hand zu halten.
  • Erledige die unangenehmen Tätigkeiten zuerst (auch bekannt als „Eat the frog“)
  • Schreibe ToDo-Listen mit Thema, Deadline und Priorität – auf Papier (Handschriftliche Notizen haben eine höhere Wirkung im menschlichen Gehirn als per Tastatur) und 
  • Mach Dein Leben zu einem persönlichen Anliegen: Alles Handeln wird auf das übergeordnete (Lebens-)Ziel ausgerichtet
Das Anliegen lässt sich identifizieren indem man mit Blick auf 5 Lebensbereiche Gesundheit, Beziehung, Finanzen, Beruf, Hobbys prüft für welche Werte man steht und diese klar (SMART) formuliert.
Um auf ein Lebensziel hinzuarbeiten, ist es hilfreich Zwischenziele und ToDos zu formulieren.
Wenn wir das TUN sind wir für alles selbst verantwortlich und projizieren nicht – was sich in Ausreden äußert.
 
Selbst der beste Plan kann vom Leben durchkreuzt werden. Daraus können Stresssituationen entstehen, in denen das Gehirn nur noch das anwendet was es kennt. Dafür kann man Exit-Strategien formulieren und aufschreiben. In einer neuerliche Stresssituation sind wir sukzessive besser in der Lage das neue Verhalten an den Tag zu legen. Dabei schadet übermäßiger Ehrgeiz eher noch. Denn: Es dauert ca. 66 Tage bis ein Mensch ein neues Verhalten integriert, wenn er es tagtäglich tut.
 
Wenn Du Dich dem TUN angenommen hast, bleibt noch die Hürde des Umfelds. Das Umfeld möchte nicht, dass wir uns verändern. Wenn wir uns verändern, besteht immer die Gefahr, dass wir nicht mehr so hilfreich oder nützlich sind und mich sogar selbst verändern muss.
 
Noch mehr über das Aufschieberitis bzw. Prokrastination erfahren? Hier findest Saschas Buch zum Thema: „Schieben Sie noch oder TUN Sie schon?“

Mit dem Borgholzhausener spreche ich in dieser Folge über

  • Definition und Eingrenzung von Aufschieberitis
  • Ursachen und Auswirkungen von Aufschieberitis
  • Unterscheidung vom übergeordneten Anliegen (des Lebens) und Zielen bzw. ToDos
  • Maßnahmen und Nutzen von Aufschieberitis
  • Das Umfeld als Begleiter einer Veränderung

Erfahre mehr über den Host vom „Miteinander reden“ Podcast. Michael Lorenz ist auch Experte für Customer Relationship Management (CRM) und digitales Marketing: KUNDENFOKUSSIERT – digitale Kundenbeziehungen.