Achtsamere Führungskultur – Belastungen in Entwicklungspotenziale wandeln

Ulla Aulenbacher-Werche – Achtsame Führungskultur

Ulla Aulenbacher-Werle
Ulla Aulenbacher Werche

Inhaberin von einssein coaching und Fachfrau für Kommunikation, Meditation und Teamentwicklung in Unternehmen.

Hier gehts zum Podcast-Interview über achtsame Führungskultur (Folge #16):

Achtsame Führungskultur –  Belastungen in Entwicklungspotenziale wandeln

„Mich fasziniert die organisationale und persönliche Ebene zusammenzubringen und damit auch die Führungskultur zu beeinflussen“ – Ulla Aulenbacher Werche über das Job Stress Analysis Tool.

Die Art von Stress hat sich verändert. Früher war der Mensch vor allem körperlichem Stress ausgesetzt oder hatte es mit primär repetitiven Aufgaben und mehr Vorgaben vom Vorgesetzten zu tun; beim Job gab es einen feste Uhrzeit für den Feierabend.

Das hat sich geändert. Die Aufgaben sind komplexer geworden, die Erwartungshaltung an unsere Erreichbarkeit sind deutlich gestiegen – beruflich wie privat. Zudem sind die Stressfaktoren auch außerhalb der Berufswelt komplexer geworden bzw. sie sind uns transparenter als noch vor einigen Generationen, wie bspw. Klimawandel, Globalisierung, Kriege oder die Flüchtlingskrise. Bei manchen Menschen führt dieser Alltag mit immer mehr Informationen und Anforderungen zu einer beständigen Belastung und chronischen Überforderung.

Das sog. Job Stress Analysis Tool, kurz S-Tool, soll Abhilfe schaffen indem es die zur Stresserkennung nötigen Themen mit wissenschaftlich erarbeiteten Fragen stellt und zusammen mit Experten Maßnahmen für Mitarbeiter erarbeitet werden. Darüber hinaus ist es ein Mittel die vorgeschriebene psychische Gefährdungsanalyse in Unternehmen abzubilden.

Das S-Tool wurde von der Gesundheitsförderung Schweiz entwickelt und wird in Deutschland von der Bertelsmann Stiftung verbreitet und weitergegeben.

Relevante Themen für Stress im Betrieb sind beispielsweise

  • Umgebungsbelastung am Arbeitsplatz
  • Handlungsspielräume für Mitarbeitende
  • ihre emotionale Bindung zum Unternehmen oder
  • ihre allgemeine Arbeitszufriedenheit.
  • ggf. Ergänzung um firmenspezifische Themen

Ulla Aulenbacher-Werche ist psychologische Beraterin, Coach und Trainerin mit Sitz in Gütersloh. Als Expertin für Kommunikation, Meditation und Führungskultur beschäftigt sie sich insbesondere mit Resilienz, Selbstwirksamkeit und Unternehmen als familienfreundliche Arbeitgeber zu entwickeln.

Erfahre mehr über den Host vom „Miteinander reden“ Podcast. Michael Lorenz ist auch Experte für Customer Relationship Management (CRM) und digitales Marketing: KUNDENFOKUSSIERT – digitale Kundenbeziehungen.

Bonus: 10 Fragen an Ulla Aulenbacher Werche

Jahrgang

1960.

Gebürtig aus

Matzenbach, einem gut 500 Seelen Dorf in der Pfalz.

Welche drei Eigenschaften beschreiben Dich am besten?

Empathisch, umsichtig, mit langem Atem.

Was treibst Du gern in Deiner Freizeit?

Ich wandere gern, tanze gern und meditiere gern.

Was kannst Du gar nicht gut?

Joggen.

Mit wem möchtest Du gern mal Abendessen und warum?

Mit dem Dalai Lama. Ich würde ihn dann fragen, warum er meint, dass es die Frauen sind, die die Welt „retten“ werden.

Welches sind Deine beruflichen Schwerpunkte?
  1. Individuelle Begleitung in herausfordernden Prozessen durch Coaching und Training (Selbst wirksam im Job).
  2. Begleitung von Teams zur Weiterentwicklung der Kommunikation-, Teamgeist-, Resilienz- und Effizienz.
  3. Projekte zur Entwicklung der Führungs- und Unternehmenskultur in Unternehmen
    • in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung (Siegel: familienfreundlicher Arbeitgeber, friendly Workspace/ S-Tool).
    • bei Unternehmen bis 250 MA, gefördert durch die Potenzialberatung, mit Schwerpunktthemen: Personalentwicklung, Gesundheit am Arbeitsplatz.
Warum hast Du das zu Deinem Beruf gemacht?

Ursprünglich habe ich mein Studium begonnen mit der Intention Menschen zu helfen, glücklicher zu sein in ihrem Leben.

Zu meinen beruflichen Schwerpunkten habe ich gefunden, weil ich Menschen gerne da begleite, wo sie sind – mitten im Leben, und die Arbeit macht einen großen Teil unseres Lebens aus.

Deine drei besten Tipps für gute Kommunikation? 
  1. Miteinander reden ist besser als es nicht zu tun – selbst bei unangenehmen Gesprächsinhalten.
  2. Deshalb: nur Mut, trau dich-, tu´s einfach!
  3. Aufmerksames, geduldiges Zuhören hilft dir, deine Gesprächspartner zu sehen, wie sie sind – vor allem, wenn sie vielleicht nicht so sind, wie du sie haben willst.
Wo ist Dein absoluter Lieblingsort und warum?
Mein absoluter Lieblingsort ist eine Hügelkuppe in der Nähe von meinem Elternhaus, mitten im Pfälzer Berg- und Hügelland.
Ich liebe die Sicht von dort auf den Remigius-, den Potzberg, und über die Dörfer meiner Heimat. Ich verbinde diesen Ort mit einem ganz wunderbaren Gefühl von Zuhause sein, verwurzelt in der Natur, Heimat – auch wenn ich lange schon nicht mehr dort lebe.